Es gehört zu den großen Irrtümern unserer Wahrnehmung, dass wir uns beispielsweise Nazis, die uns von Kindesbeinen als „Das Böse“ schlechthin eingetrichtert wurden, überhaupt nicht als normale, freundliche oder gar liebenswerte Familienmenschen vorstellen können. Doch genau das war die Mehrheit. Auch KZ-Aufseherinnen, SS-Führer, Hitler oder Goebbels persönlich, waren keine Monster, sondern weitestgehend normale und sozial eingebundene oder gar geliebte Menschen, die ihrerseits ihre Frauen, Männer, Kinder und Freunde liebten und mehrheitlich glaubten, für sich, ihr Land und die Welt das Richtige zu tun.
Umgekehrt fällt es uns schwer, wenn wir heute vermeindlich biedere, gar seriös daherkommende, aber um so gefährlichere Hetzer wie Kleber, Roth, Lielischkies, Eigendorf, Frankenberger, Kornelius, Diekmann, Joffe oder Miosga sehen, uns vorzustellen, dass diese Leute mit ihrer Propaganda genauso Verbrechen den Boden bereiten, wie es Goebbels und Konsorten vor 80 Jahren getan haben. Nicht so lautstark und primitiv, sondern unter dem Deckmantel von Menschenrechten oder dem Recht…
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