Doch die Rolle dieser Oligarchen im Blutvergießen ist in Deutschland Tabu
von Franz Krummbein (berlin-athen)
Am 4. Juni trat die Bundeskanzlerin mit einer Regierungserklärung vor den Bundestag. Die anschließende Debatte eskalierte. Doch nicht Angela Merkel galt der breite Zorn, sondern der Politikerin Sahra Wagenknecht, schreibt Neues Deutschland.
Als Vertreterin der Linksfraktion war deren Vizevorsitzende Sahra Wagenknecht zunächst hart mit der Bundesregierung und dem Westen insgesamt ins Gericht gegangen. Sie warnte dabei vor den rechten, teils faschistischen Kräften, die an den politischen Entwicklungen in der Ukraine beteiligt sind und die »teils kräftig zugelegt« hätten. »Wenn das als Weckruf nicht reicht, worauf wollen Sie noch warten?«, rief Wagenknecht der Kanzlerin zu, die mit ihrem Nachbarn in ein demonstratives Vieraugengespräch vertieft war. Die Bundesregierung belüge die Bevölkerung, was die Lage in der Ukraine angeht. Deutschland müsse sich »aus dem Schlepptau der US-Kriegspolitik« in Osteuropa lösen.
Die ukrainische Armee tötet Zivilisten, die…
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