Steinmeier umwirbt ukrainische Oligarchen

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Von Peter Schwarz (wsws)
25. März 2014

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat am Wochenende das ostukrainische Donezk besucht, um den Oligarchen der Industriemetropole seine Aufwartung zu machen. Als erstes empfing ihn Rinat Achmetow in seiner gläsernen Firmenzentrale zu einem einstündigen Gespräch unter vier Augen.

Achmetow gilt mit einem geschätzten Vermögen von 18 Mrd. US-Dollar als reichster Mann der Ukraine. Seine Beteiligungsgesellschaft „System Capital Management“ (SCM) kontrolliert große Teile der ostukrainischen Stahl- und Kohleindustrie und spielt eine führende Rolle in der Lebensmittelindustrie, dem Transportgewerbe und der kommerziellen Landwirtschaft. Achmetow besitzt auch großen Einfluss auf die regionalen Medien und ist Präsident des Fußballclubs Schachtar Donezk, den er mit massiver finanzieller Unterstützung zum führenden ukrainischen Fußballverein aufgebaut hat.

Der „Pate von Donezk“ galt lange Zeit als graue Eminenz von Viktor Janukowitsch, dem am 22. Februar gestürzten ukrainischen Präsidenten. Achmetow hatte den Wahlkampf von Janukowitsch sowohl 2004 wie 2010 maßgeblich finanziert…

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