Das Comeback des Kalten Krieges

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Das Comeback des Kalten Krieges: In der Krim-Krise geht es nicht um Menschenrechte, sondern um Interessen

Von Dr. Kurt Gritsch (neopresse)

Dr. Kurt Gritsch – Liest man die offiziellen Aussagen zur Krim-Krise von Anfang März 2014, so bekommt man einen eigenartigen Eindruck vermittelt. Der Begründung des Kremls, zum „Schutz der Minderheiten- und Menschenrechte“ auf der Halbinsel im Schwarzen Meer zu intervenieren, steht die Kritik der NATO gegenüber, dass es sich beim russischen Vorgehen um eine Verletzung des Völkerrechts handle. Alles also eine Frage des Rechts? Mitnichten: Denn sobald man die bloße Textebene der Aussagen verlässt, zeigt sich, dass es weniger um Rechte oder Menschen denn um Politik und Interessen geht.

Russland verfolgt auf der Krim geopolitische Ziele, und dasselbe trifft auf die NATO zu. Wo aber die Interessen der einen Seite nahezu ungebremst auf jene der anderen Seite treffen, ist ein Konflikt unumgänglich. Aber halt: Hatten wir das nicht schon…

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