Schulden, Schulden und noch mal Schulden

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von Frank Schäffler

Das Buch von Carmen Reinhart und Kenneth Rogoff „Dieses Mal ist alles anders“ (Finanzbuchverlag) hat bei seinem Erscheinen 2010 Furore gemacht. Die beiden Amerikaner stellten die These auf, dass Ländern mit einer öffentlichen Verschuldung von mehr als 90 Prozent zu ihrer Wirtschaftsleistung mit einer dauerhaften Schwächung ihres Wachstums zu rechnen haben. Diese These ist auf den ersten Blick einleuchtend. Denn, wenn der Staat immer mehr für Zinszahlungen ausgeben muss, dann fehlt es bei den öffentlichen Investitionen. Schulen und Universitäten vergammeln, Straßen werden nicht repariert oder erst gar nicht gebaut. Genau dies werden Unternehmen und private Haushalte in ihre Planungen einbeziehen. Sie werden weniger investieren und konsumieren. Anschließend schwächelt das volkswirtschaftliche Wachstum. Reinhart und Rogoff untersuchten dafür die Finanzkrisen der vergangenen 800 Jahre in 66 Ländern. Blöd war nur, dass der Student Thomas Herndon im September 2012 im Rahmen einer Hausarbeit die Zahlen nachrechnete und Fehler fand, die…

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